ZsL: Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen
Die Independent Living Bewegung
Als Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen versteht sich das ZsL Stuttgart als Teil der Independent Living Bewegung.
ls Initiator der Independent Living Bewegung gilt Ed Roberts, der in den 60er Jahren das erste Center for Independent Living in Berkley (Kalifornien) gründete. Parallel zu diesen Anfängen fand auch in Deutschland eine Emanzipierung der Behindertenarbeit statt. Mit der Gründung des Krüppeltribunals beim Jahr behinderter Menschen 1981 wurden erstmals in großem Umfang von Betroffenen die Diskriminierung behinderter Menschen, Benachteiligungen und Missstände in Pflegeheimen öffentlich angeprangert.
Seit diesen Tagen entstehen auch in Deutschland Zentren, die durch ihre Arbeit im Peer Counseling die Autonomie und Selbstbestimmung behinderter Menschen stärken möchten. Im Gegensatz zu den USA kann man aber noch lange nicht von einer flächendeckenden Ausbreitung dieser Zentren sprechen.
Das Hauptaugenmerk der Idependent Living Bewegung liegt auch hierzulande auf dem Bereich der Selbstbestimmung: behinderte Menschen sollen selbst wählen können, wo und wie sie wohnen möchten und wer ihnen in der Assistenz zur Verfügung steht.
Der Einfluss, den die Betroffenenorganisationen behinderter Menschen in den letzten Jahren auf das politische Geschehen nehmen konnten (siehe z.B. Behindertengleichstellungsgesetz), zeigt, wie wichtig die politische Selbstvertretung ist.
Das ZsL Stuttgart
Nach dem Vorbild der internationalen Selbstbestimmt Leben Bewegung vertreten wir als behinderte Menschen den Grundsatz, dass wir die besten ExpertInnen in eigener Sache sind und somit unsere Anliegen und Forderungen am besten selbst vertreten können. Daher gründeten wir im Juni 2002 unser Zentrum für selbstbestimmtes Leben (ZsL) in Stuttgart unter dem Dach der Aktiven Behinderten Stuttgart (ABS), das im Februar 2003 mit seiner Arbeit begann.
Unser Angebot
Das Angebot des ZsL Stuttgart ist breit gefächert und erstreckt sich von der Beratung über verschiedene Selbsthilfegruppen, Freizeitveranstaltungen , der Frauengruppe LILITH, einer Helferbörse sowie einem variierenden Programm an Informations- und Fortbildungsveranstaltungen und vielem mehr.